Pilotprojekt „Wischende Finger“ der Uni Köln revolutioniert Unterricht an Grundschulen!

Köln, 11.08.2017

Kinder wachsen heute als ´Digital Natives´ auf, aber nutzen sie digitale Medien wirklich produktiv, kritisch und reflektiert? Das Institut für Didaktik des Sachunterrichts der Uni Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Daniela Schmeinck entwickelt aktuell in einem Pilotprojekt neue wissenschaftliche Lernansätze für Grundschüler und revolutioniert damit den Sachunterricht. NetCologne unterstützt dieses Projekt mit iPads und schafft die technische Basis für die Lehrerausbildung.

Googeln war gestern
Digitaler Unterricht an Grundschulen beschränkt sich derzeit häufig auf die Online-Recherche. Suchbegriffe in Google eintippen zu können ist laut Prof. Dr. Daniela Schmeinck allerdings kein pädagogischer Mehrwert: „Die Bedienung der Geräte erlernen die Schüler meist schon im Kleinkindalter Zuhause auf den Tablets der Eltern.“ Deshalb ist der Forschungsansatz der Uni Köln ein anderer.

Projektziel „Wischende Finger“
Um den Unterricht nachhaltig zu verändern, müssen in erster Linie neue Lernkonzepte entwickelt werden. Deshalb erarbeiten Studierende in kleinen Teams innovative, didaktische Lehransätze mit digitalen Medien. „Für uns ist es wichtig, dass der Unterricht eine zusätzliche Dimension erhält und die Potenziale der Kinder noch besser ausgeschöpft werden“, erklärt Schmeinck. „Wir entwickeln keine Konzepte im Glashaus, sondern gehen gleich an die Schulen und erproben nach dem Trial and Error-Prinzip, ob sie funktionieren.“

iPads für das Projekt
Zur Entwicklung des neuen Lernstoffs benötigen die Studierenden vor allem eines: Testgeräte. Hier kommt NetCologne ins Spiel: „Wir begleiten seit 20 Jahren Schulen auf dem Weg in die Digitalisierung und sind fest davon überzeugt, dass diese Projekt das Potenzial hat, den digitalen Unterricht zu revolutionieren“, sagt Chris Lemke, Leiter des Schulsupport bei NetCologne. Deshalb unterstützen wir das Projekt sehr gerne mit einer iPad-Spende für den Gerätepool der Uni.“

Schneeball-Effekt
Damit möglichst viele Lehrer von den neuen Inhalten profitieren können, führen die Studierenden ihre Projekte parallel an unterschiedlichen Kölner Grundschulen durch. Die Ergebnisse werden nach jeder Projektphase nicht nur empirisch ausgewertet und für alle Lehrer zugänglich veröffentlicht, es gibt auch eine Abschlusspräsentation vor dem gesamten Kollegium. „Unser Ziel ist kein digitaler Tropfen auf den heißen Stein, wir wollen ihn ins Rollen bringen“, so Schmeinck.