Die neue Generation der Glasfaseranschlüsse: NetCologne startet Pilotphase mit G.fast.

Köln, 22.03.2017

Bei NetCologne laufen die Vorbereitungen zur Einführung der neuen G.fast-Technologie auf Hochtouren: Im Labor wurden bereits Übertragungsgeschwindigkeiten von 1 Gigabit pro Sekunde getestet, jetzt sind in der Pilotphase die ersten Live-Schaltungen unter realen Bedingungen erfolgreich gestartet.

Neueste Technologie aus China
Gemeinsam mit dem chinesischen Technologiekonzern ZTE wurde in den letzten Monaten intensiv an der Entwicklung eines neuen Gerätetypus gearbeitet, der die Anforderungen von G.fast erfüllt. Der neue G.fast-DSLAM, der zukünftig als Übergabepunkt in den Kellern der Gebäude installiert wird, nutzt im Vergleich zum bisherigen FttB-DSLAM ein deutlich größeres Frequenzspektrum. Dadurch kann die Übertragungsrate perspektivisch um den Faktor 10 auf bis zu 1GB erhöht werden. Trotz der komplexen Technik, die bei G.fast zum Einsatz kommt, hat der neue DSLAM lediglich die Größe einer Aktentasche.

Testphase im Live-Betrieb
Im Rahmen der Pilotphase werden sämtliche Geschwindigkeitsprofile bis 1 Gbit/s über die Anschlüsse mit unterschiedlichen Kundenendgeräten getestet. Bei der Datenübertragung wird dabei aktuell das Frequenzspektrum ab 2,2 MHz genutzt, sodass der Übertragungsbereich von ADSL ausgespart wird. Die Live-Tests mit der ersten G.fast Chip Generation von ZTE nutzen zurzeit das Frequenzband bis 106 MHz. Sobald die Entwicklung der neuesten Chip Generation abgeschlossen ist, wird das Frequenzspektrum nochmals verdoppelt und auf 212 MHz erhöht.

Voraussetzung für G.fast
Die G.fast-Technologie wird im NetCologne-Netz im Laufe des Jahres bereits an 260.000 Haushalten verfügbar sein. Die Voraussetzung hierfür ist, dass das jeweilige Gebäude über einen Glasfaserdirektanschluss (FttB = Fibre to the Building) von NetCologne verfügt. Ein weiterer Ausbau des G.fast-Netzes ist perspektivisch geplant.