Schnelles Internet: NetCologne gibt Startschuss für neuen Datenturbo „Vectoring“

Köln, 30.07.2015

NetCologne-Geschäftsführer Jost Hermanns und Regulierungsexperte Patrick Helmes geben gemeinsam per Knopfdruck den Startschuss für den neuen Datenturbo "Vectoring".

Ab sofort hat NetCologne einen neuen Datenturbo im Gepäck: Exakt ein Jahr nachdem die offizielle Vectoring-Liste von der Bundesnetzagentur freigegeben wurde, schaltet das Unternehmen die ersten 1.200 Kabelverzweiger für die neue Technologie frei. Damit werden die Geschwindigkeiten in vielen Ausbaugebieten auf Knopfdruck von 50 Mbit/s auf bis zu 100 Mbit/s hochgeschraubt. Auch der Upload steigt von 10 Mbit/s auf 40 Mbit/s. Ein kleiner Prozessor macht´s möglich.

Viele wollen es, aber nicht jede Region hat es: Eine Anbindung an die schnelle Datenautobahn. NetCologne hat in den vergangenen Jahren in vielen Städten und Gemeinden innerhalb des eigenen Verbreitungsgebiets bereits Glasfaserleitungen verlegt – zum Teil im Eigenausbau, zum Teil in Form von Kooperationen. Durch den Ausbau bis zum Kabelverzweiger waren hier bislang Geschwindigkeiten bis 50 Mbit/s möglich. Mit dem neuen Datenturbo Vectoring ändert sich das nun und die Bandbreite wird ab sofort auf bis zu 100 Mbit/s hochgeschraubt. Möglich macht dies ein zusätzlicher Prozessor, der in die grauen Technikgehäuse am Straßenrand integriert wird. Er korrigiert Störsignale zwischen den Leitungen auf der letzten Kupfermeile in Echtzeit durch ein entsprechendes Gegensignal. In der Folge können die Daten deutlich schneller übertragen werden und auch das letzte Stück Kupferlandstraße zu den Haushalten wird zur Datenautobahn. 

Datenturbo für 200.000 Haushalte
„Wir haben seit der Vectoring-Entscheidung der Bundesnetzagentur in allen Ausbaugebieten die entsprechenden Vorkehrungen für den späteren Einsatz dieser Technologie getroffen“, erklärt NetCologne-Geschäftsführer Jost Hermanns. „Zum heutigen Stichtag können wir nun für all diese Kabelverzweiger Vectoring per Knopfdruck freischalten.“ Insgesamt profitieren rund 200.000 Haushalte von dem neuen Datenturbo. Zu den Vectoring-Gebieten gehören aktuell neben Leverkusen, Pulheim, Wesseling, Elsdorf, Kerpen, Bergheim, Bedburg, Bergisch Gladbach, Niederkassel, Burscheid, Windeck, Eitorf und Betzdorf auch die Kölner Stadtteile Weiden, Lövenich, Rondorf, Hochkirchen und Godorf. Darüber hinaus befinden sich Dormagen, Hürth, Frechen, Erftstadt, Bornheim, Brühl und Alfter derzeit im Ausbau. Bis Mitte 2016 plant NetCologne in diesen Gebieten weitere ca. 200.000 Haushalte mit Vectoring auszubauen.

Das „Highlander-Prinzip“
Die Voraussetzung für den Einsatz von Vectoring ist die technische Exklusivität eines Anbieters am Kabelverzweiger. Denn nur, wenn ein Prozessor alle Störsignale auf den Kabeln zeitgleich messen und neutralisieren kann, entsteht der beschleunigende Vectoring-Effekt. Es gilt also das „Highlander-Prinzip“ – es kann nur einen Anbieter geben, der den Vectoring Zuschlag erhält. Allerdings können Mitbewerber überall dort, wo NetCologne Vectoring einsetzt, ein entsprechendes Vorleistungsprodukt für die höheren Geschwindigkeiten beziehen und dieses an ihre eigenen Kunden weitergeben. Im Umkehrschluss kann NetCologne ihren Kunden in den Gebieten, in denen sie den Vectoring-Zuschlag nicht erhalten hat und ein anderer Anbieter ausbaut, ebenfalls schnelle Anschlüsse zur Verfügung stellen.

Vectoring als Chance
„Wir sind uns bewusst, dass langfristig nur Glasfaseranschlüsse bis in die Haushalte den Breitbandbedarf in Deutschland decken können – da müssen wir perspektivisch auch unbedingt hin. Das bedeutet aber nicht, dass es auf diesem Weg keine Zwischenschritte geben darf“, erklärt Hermanns. „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, möglichst viele Kunden in möglichst kurzer Zeit mit Geschwindigkeiten im Bereich von 100 Mbit/s zu versorgen. Deshalb sehen wir Vectoring - im Vergleich zu einigen anderen Wettbewerbern - als Chance und sinnvollen ersten Schritt in Richtung Glasfaserausbau bis in die Haushalte. Wenn der Bedarf in den kommenden Jahren weiter ansteigt, können wir dieses Netz jederzeit flexibel erweitern und die Glasfasern weiter bis in die Wohngebäude verlegen. Mit Vectoring schaffen wir genau dafür den Grundstein und investieren schon heute in die Zukunft“, so Hermanns.