KATERFRÜHSTÜCK Auf dem Weg zur Digitalmetropole: Nutzt Köln sein Potenzial?

Köln, 14.02.2018

„Die digitale Transformation durchdringt alle Bereiche unseres Alltagslebens. Und auch die Wirtschaft ist hierdurch einem rasanten Wandel unterworfen“, resümierte Michael Jäger, Vorsitzender von ARBEITGEBER KÖLN e. V., anlässlich des 18. Katerfrühstücks von ARBEITGEBER KÖLN und NetCologne vor rund 200 Gästen. Vor der Stadtverwaltung mache die digitale Zeitenwende ebenfalls nicht halt. Er begrüße daher das Bestreben der Stadtspitze, die Stadtverwaltung noch digitaler und kundenfreundlicher gestalten zu wollen. Gleichzeitig gab er zu bedenken: „Ich glaube, dass solche Umbruchprozesse Zeit und Energie brauchen – auch, weil der Faktor Mensch nicht zu unterschätzen und der erforderliche Mentalitätswandel nicht über Nacht zu haben ist.“

In Richtung Unternehmerschaft mahnte er: „Der digitale Wandel geht alle an – Digitalisierung ist keinesfalls nur ein Thema für Großbetriebe. Auch kleinere und mittlere Unternehmen müssen sich die Thematik auf die Fahnen schreiben, um nicht den Anschluss zu verlieren.“ Dies bekräftigte auch Timo von Lepel, Geschäftsführer von NetCologne, der von dem Projekt DigitalNetCologne, der Digitalisierungsoffensive für die Stadt Köln, berichtete. Das Ausbauvorhaben umfasst die zehn größten Gewerbegebiete und mehr als 100.000 zusätzliche Haushalte, die direkt an das Glasfasernetz des Kölner Anbieters angeschlossen werden. Damit erreicht NetCologne 70 Prozent aller Kölner Haushalte über die eigene digitale Infrastruktur – im deutschlandweiten Vergleich ein Spitzenwert.

Auch die Kölner Schulen werden profitieren: „Wir haben bereits zwei Drittel der Schulen am Glasfasernetz, im Laufe des Jahres werden die restlichen 100 folgen“, so von Lepel. Und auch das öffentliche WLAN soll weiter wachsen: „Allein an den Jecken Tagen haben sich über 180.000 Nutzer in das Hotspot.Koeln-Netz in der Innenstadt eingewählt. Das zeigt, dass der Zugang zur digitalen Infrastruktur immer selbstverständlicher wird. Mit unserer Digital-Offensive legen wir den Grundstein, um die Vorreiterrolle Kölns als ´Digitale Hauptstadt´ weiter auszubauen.“

Unter dem Motto „Auf dem Weg zur Digitalmetropole: Nutzt Köln sein Potenzial?“ diskutierten im Rahmen des Katerfrühstücks Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Herr Prof. Dr. Tobias Kollmann (Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für E-Business und E-Entrepreneurship), Timo von Lepel und Sebastian Bächer (Geschäftsführer Bächer Bergmann GmbH). Durch die Veranstaltung führten Rebecca Otten (Radio Köln) und Stefan Sommer (Leiter der Lokalredaktion Köln der Kölnischen Rundschau).

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