Datenturbo für Niederkassel: Uckendorf kommt neu dazu!

Köln, 20.04.2015

NetCologne hat den Glasfaserausbau in Niederkassel erfolgreich vorangetrieben und kann über die schnellen Leitungen bereits 90 Prozent der Haushalte mit dem Datenturbo versorgen. Nachdem die Telekom von einem Ausbau in Uckendorf abgesehen hat, will der regionale Anbieter diese Lücke nun schließen – trotz der hohen Investitionskosten. Hier werden die Bürger künftig ebenfalls mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s durchs World Wide Web surfen können.

Schnelle Verbindungen für 13.500 Haushalte
Alle rund 13.500 Privathaushalte und zusätzlich 450 Unternehmen können demnächst von den schnellen Internetleitungen in Niederkassel profitieren. In Niederkassel-Stadt, Lülsdorf, Ranzel und Rheidt sind die Glasfaseranschlüsse bereits verfügbar. Für die schnellen Verbindungen wurden hier in den vergangenen zwei Jahren Glasfaserkabel auf einer Länge von insgesamt 16 Kilometern neu verlegt und mehr als 60 Technikgehäuse errichtet. In den Ausbau hat NetCologne rund 3,3 Mio. aus eigenen Mitteln investiert. Jetzt kommt auch der Stadtteil Uckendorf neu hinzu und wird voraussichtlich bis Ende des Jahres vollständig an das Glasfasernetz der NetCologne angeschlossen sein.

Ausbau in Uckendorf gestartet
Die Bauarbeiten in Uckendorf sind bereits gestartet. Hier werden nun vier weitere Technikgehäuse aufgestellt und drei Kilometer Glasfaserleitungen verlegt. Die Anwohner können mit Fertigstellung des Netzes zum Ende des Jahres auf die neuen Glasfaseranschlüsse wechseln. Von dem Lückenschluss in Uckendorf profitieren 500 weitere Haushalte. Die Ausbaukosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro. „Es ist fantastisch, dass Niederkassel mit dem Ausbau von Uckendorf nun bald flächendeckend mit zukunftsfähigen Glasfaseranschlüssen versorgt ist“, freut sich Niederkassels Bürgermeister Stephan Vehresschild über die weiteren Ausbaupläne des regionalen Anbieters.

Datenturbo: Einsatz von Vectoring ab Sommer
Aktuell sind in Niederkassel in den von NetCologne ausgebauten Stadtteilen Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s verfügbar. Ab Sommer 2015 wird das Unternehmen die Surfgeschwindigeit allerdings auf bis zu 100 Mbit/s hochschrauben. „Möglich wird das durch die neue Vectoring-Technologie, die wir in Niederkassel bereits einsetzen werden“, erklärt Patrick Helmes, Leiter Kommunikation bei NetCologne. Die entsprechenden Vorrichtungen innerhalb der Technikgehäuse habe das Unternehmen bereits installiert. In Mondorf wird NetCologne auf die Infrastruktur der Telekom zurückgreifen, sobald diese die Glasfaserverlegung fertiggestellt hat. „Damit können wir in Niederkassel bis Ende 2015 flächendeckend allen Haushalten 100 Mbit/s anbieten“, so Helmes. Bereits heute ist jeder dritte Haushalt in Niederkassel bei NetCologne Kunde.

Infoabend für Bürger
NetCologne plant in Niederkassel zwei Bürgerveranstaltungen, bei denen das Unternehmen ausführlich über den Ausbau sowie die neuen Angebote informiert und auf Fragen von Bürgern eingeht:

  • Donnerstag, 30.04.2015, um 19:00 Uhr und
  • Freitag, 15.05.2015, um 19:00 Uhr im Hotel zur Krone, Kronenweg 1, 53859 Niederkassel-Ranzel.

Darüber hinaus hat NetCologne eine Ausbau-Hotline eingerichtet, bei der sich Anwohner rund um die schnellen Internetverbindungen informieren können. Die NetCologne-Mitarbeiter sind montags bis freitags von 9:30 bis 20:00 Uhr unter folgender Rufnummer erreichbar: 0221 2222-5984. Alternativ ist auf der NetCologne-Homepage auch eine Registrierung unter www.netcologne.de/niederkassel möglich. Geschäftskunden können sich unter 0800 2222-550 beraten lassen oder Fragen an business@netcologne.de richten.

Zusatz zum technischen Hintergrund des Ausbaus
Das Kupfernetz, das heute noch überall in der Erde liegt und vielerorts für Datendienste genutzt wird, ist ursprünglich nur für klassische Telefonie entwickelt worden. Als Anfang der 1990er-Jahre das Internet hinzukam, mussten die Leitungen viel höhere Datenraten transportieren. In kleinen Mengen konnten das bestehende Kupfernetz diese Datenpakete stemmen. Im Zeitalter von YouTube, Netflix und Co. kommt das Netz allerdings an seine technischen Grenzen. Denn Kupferleitungen haben die Eigenschaft, dass die Datenpakete mit zunehmender Leitungslänge durch Dämpfung langsamer werden. Im Endergebnis heißt das für den Kunden langsames Internet mit langen Ladezeiten. Die Lösung sind Leitungen aus Glasfaser, denn hier gibt es diese Restriktionen nicht. Über Glasfasertechnologie lassen sich bequem Bandbreiten bis in den Gigabit-Bereich realisieren. Ziel des Breitbandausbaus ist es deshalb, die leistungsfähigen Glasfaserleitungen möglichst nah zum Kunden zu bringen. In Niederkassel wurden sie bis zu den grauen Schaltkästen am Straßenrand verlegt. Dadurch sind es nur noch wenige hundert Meter bis zu den Haushalten und die Datengeschwindigkeit wird deutlich erhöht – von ursprünglich maximal 18 Mbit/s auf bis zu 100 Mbit/s mit dem Einsatz der neuen Vectoring-Technologie.