Datenautobahn im Rhein-Erft-Kreis wird komplettiert: Netzausbau in Brühl startet!

Köln, 18.06.2015

Ausbauarbeiten NetCologne
Startschuss für die Ausbauarbeiten in Brühl.

Nachdem Anfang dieser Woche bereits der Startschuss in Erftstadt gefallen ist, gibt es jetzt auch Neuigkeiten für Brühl: Ab sofort baut NetCologne hier parallel eine Datenautobahn aus Glasfasern. Bürgerinnen und Bürger können darüber künftig mit bis zu 100 Mbit/s durchs Internet surfen. Ein Sprung ins digitale Zeitalter für rund 16.000 Brühler Haushalte und die Komplettierung der modernen Internetversorgung innerhalb des Rhein-Erft-Kreises. Für Interessierte ist eine Infoveranstaltung geplant.

In Brühl liegen aktuell vielerorts noch kilometerlange Kupferkabel in der Erde, über die Telefon- und Internetdienste realisiert werden. Mit dem Ausbau der schnellen Glasfaserleitungen in Brühl wird es bald im gesamten Rhein-Erft-Kreis zukunftsfähige und schnelle Internetanschlüsse geben. Dann gehören lange Ladezeiten der Vergangenheit an, und Datenpakete schießen mit Lichtgeschwindigkeit in Richtung der Haushalte.

Schnelles Internet als Standortfaktor
„Ich freue mich sehr, dass NetCologne nun auch Brühl flächendeckend an die schnelle Datenautobahn anbindet – und das sogar ohne jegliche Zuschüsse der Stadt. Vor allem für junge Familien oder Gewerbetreibende ist eine zeitgemäße und schnelle Internetanbindung oft entscheidend bei der Wahl des Standorts. Durch den Ausbau erhöht sich die Attraktivität von Brühl als Wohn- und Gewerbestandort somit enorm“, freut sich Brühls Bürgermeister Dieter Freytag.

20 Kilometer Glasfaserkabel
NetCologne verlegt in allen sieben Brühler Stadtteilen die modernen Glasfaserleitungen im Eigenausbau. Dafür stellt das Unternehmen rund 100 Technikgehäuse auf und wird in den kommenden Monaten knapp 20 Kilometer Glasfaserkabel durch die Erde ziehen. Um die Straßenoberflächen zu schonen, werden zur Verlegung der Kabel sowohl städtische Leerrohre genutzt, als auch das innovative Spülbohrverfahren eingesetzt. Somit verläuft ein Großteil der Arbeiten unterirdisch. Zum Teil müssen an wenigen Stellen auch klassische Tiefbauarbeiten durchgeführt werden. Der Tiefbau startet voraussichtlich im Juli. Die ersten Technikgehäuse werden ab sofort im nördlichen Teil von Brühl aufgestellt.

100 Mbit/s dank neuester Technologie
„Mit unserem Ausbau in Brühl können wir künftig rund 16.000 Privathaushalte und ca. 800 Gewerbetreibende mit zukunftsfähigem Internet versorgen. Dadurch, dass wir in Brühl direkt die neue Vectoring-Technologie einsetzen werden, sind hier für die Anwohner von Beginn an bis zu 100 Mbit/s möglich“, erklärt Patrick Helmes, Leiter Kommunikation bei NetCologne. „Vor allem für Familien, in denen meist viele Endgeräte wie Laptops, Tablets, Smartphones und Fernseher gleichzeitig genutzt werden, ist das ein großer Vorteil und erleichtert das tägliche Miteinander.“ Für den Ausbau in Brühl investiert NetCologne ca. 4,4 Millionen Euro. Der Abschluss der Arbeiten ist bis Sommer 2016 vorgesehen. Mit ersten Kundenanschlüssen auf dem neuen Netz rechnet NetCologne im Frühjahr 2016.

Infoveranstaltung im Juli
Am Freitag, dem 03. Juli 2015, findet um 19.00 Uhr im Brauhaus Brühler Hof in der Uhlstr. 30 in Brühl ein Informationsabend statt, bei dem das Unternehmen ausführlich über den Ausbau sowie die neuen Angebote informiert und auf Fragen von Bürgern eingeht. Vorab können sich Interessierte aber auch auf dem Brühler Trödelmarkt beim NetCologne Info-Bus persönlich beraten lassen. Dieser wird am 28. Juni auf dem Parkplatz Eisenwerk (Kölnstraße 262-266, 50321 Brühl) von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr vor Ort sein. Weitere Informationen gibt es zudem auf der NetCologne-Homepage unter www.netcologne.de/bruehl oder telefonisch unter der Rufnummer 0221 2222-5984. Geschäftskunden können sich unter 0800-2222-550 beraten lassen oder Fragen an business@netcologne.de richten.

Zusatz zum technischen Hintergrund des Ausbaus
Das Kupfernetz, das heute noch überall in der Erde liegt und vielerorts für Datendienste genutzt wird, ist ursprünglich nur für klassische Telefonie entwickelt worden. Als Anfang der 1990er-Jahre das Internet hinzukam, mussten die Leitungen viel höhere Datenraten transportieren. In kleinen Mengen konnten das bestehende Kupfernetz diese Datenpakete stemmen. Im Zeitalter von YouTube, Netflix und Co. kommt das Netz allerdings an seine technischen Grenzen. Denn Kupferleitungen haben die Eigenschaft, dass die Datenpakete mit zunehmender Leitungslänge durch Dämpfung langsamer werden. Im Endergebnis heißt das für den Kunden langsames Internet mit langen Ladezeiten. Die Lösung sind Leitungen aus Glasfaser, denn hier gibt es diese Restriktionen nicht. Über Glasfasertechnologie lassen sich bequem Bandbreiten bis in den Gigabit-Bereich realisieren. Ziel des Breitbandausbaus ist es deshalb, die leistungsfähigen Glasfaserleitungen möglichst nah zum Kunden zu bringen. In Brühl werden sie bis zu den grauen Schaltkästen am Straßenrand verlegt. Dadurch sind es nur noch wenige hundert Meter bis zu den Haushalten und die Datengeschwindigkeit wird deutlich erhöht – von ursprünglich maximal 18 Mbit/s auf bis zu 50 Mbit/s. Dank der neuen Vectoring-Technologie sind sogar Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s möglich.