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Kann Y in nicht lebenden Systemen existieren ?

Prof. Dr. Johannes Hagel

Institut für Psycho-Physik (IPP), Genf, Köln

Vortrag bei der WGFP Tagung in Offenburg , 21.10.2000

Abstrakt

Wenn von Y-artigen Phänomenen wie Telepathie, Hellsehen, Präkognition aber auch allgemeiner von PK bzw. Mikro-PK gesprochen wird, so setzt man im Allgemeinen voraus, daß am Zustandekommen dieser Phänomene zumindest eine bewußte Entität beteiligt ist. Zwar scheint die Existenz einer Mensch-Maschine-Wechselwirkung möglich zu sein (z.B. mentale Beeinflussung von Zufallsgeneratoren) , aber es gibt nur wenige Hinweise und Quellen, die eine solche Interaktion in nicht lebenden Systemen belegen.

Unsere Untersuchungen zu dieser Frage wurde angeregt durch die Arbeiten von Marcel et Monique Odier (Genf), die zeigten, daß gewisse Arten von Pflanzen (Hibiskus) in der Lage sind, den Licht-Dunkel Zyklus einer von einem Zufallsgenerator (RNG) gesteuerten Lampe in einem sonst dunklen Raum so zu beeinflussen, daß in der Phase der Blütezeit der Pflanze die Dunkelphasen signifikant bevorzugt wurden. ("Can Plants influence Chance" in the Bulletin No. 3 of the Fondation Marcel et Monique ODIER de PSYCHO-PHYSIQUE). Da pflanzliches Leben verglichen mit dem bewußten Leben von Menschen (wahrscheinlich) auf sehr niedrigen Niveau steht, schlossen wir im Sinne einer Extrapolation auf die Möglichkeit der Y-artigen Interaktion auch zwischen nicht lebenden und daher (wahrscheinlich) nichtbewußten Systemen.

Auch die Untersuchungen von Bertram Bauer (Zeitschrift f. Parapsychologie, 1985) legen den Schluß nahe, das es Wechselwirkungen vom Typ der Mikropsychokinese in elektronischen und technischen Gegenständen geben kann.

 

Inhalt

 

 

 

  1. Hypothese zur Existenz einer Selbstschutzfunktion gewisser zweikomponentiger nicht lebender Systeme mittels Y-artiger Interaktionen.
  2.  

     

  3. Allgemeines experimentelles Konzept zur Überprüfung der Hypothese.
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  5. Das Eisenbahnexperiment.

 

 

4. Das Zwei-Oszillator Experiment (LILY).

 

 

  1. Ausblicke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Erste Arbeitshypothese

Auf Grund der im Abstrakt bereits formulierten Gedankengänge und unserer daraus sich ergebenden Vermutung der Existenz von Y in nicht lebenden Systemen stellen wir folgende Arbeitshypothese auf:

Ein System, welches mit einem zweiten, sich zufällig verhaltenden System in physischer Kopplung steht, wird nach Verstreichen einer gewissen Zeit das zweite System so beeinflussen, daß dieses signifikant vom Zufall abweicht, falls dies dem ersten System vor drohender Desintegration schützt.

Je besser diese hypothetische Fähigkeit eines solchen (im allgemeinen nicht lebenden) Systems entwickelt ist, desto größer sind seine Chancen, sich vor Desintegration zu schützen, d.h. sich durchzusetzen. In diesem Sinne könnte man den für lebende Systeme wohletablierten Darwinismus auch auf nicht lebendige Materie bzw. gewisse ihrer Modifikationen ausdehnen.

In diesem Vortrag sollen experimentelle Resultate vorgeführt werden, die die Existenz solchen Systemverhaltens belegen.

 

2. Experimentelles Konzept zur Überprüfung der Hypothese

 

Die folgende Figur zeigt die allgemeine Versuchsanordnung die wir verwenden, um die oben beschriebene Hypothese zu überprüfen.

 

 

Ein Oszillator (1) mit leicht schwankender Frequenz (im Prozentbereich) unterbricht jeweils am Beginn seiner Periode einen höherfrequenten zweiten binären Oszillator (2) der seine beiden Zustände 0 oder 1 mit gleicher Wahrscheinlichkeit von P=1/2 annimmt. Stoppt er im Zustand 1 so fügt er über eine Rückleitung dem ersten Oszillator einen gewissen dosierbaren Schaden zu. Der PC zeichnet die Zahl dieser "Unfälle" gegenüber der Gesamtzahl der Perioden auf.

3. Das Modelleisenbahnexperiment

 

Dieses Experiment erstreckte sich über insgesamt ein Jahr. In diesem Fall sind die beiden Oszillatoren gegeben durch ein auf einem Oval fahrenden Modelleisenbahnzug, sowie einen sich im PC befindlichen Pseudozufallsgenerator.

 

Ein Modellzug fährt auf einer ovalförmigen Strecke mit einer Ausweichstelle. Die Eingangsweiche ist elektromagnetisch umschaltbar. Jedesmal, wenn die Lokomotive über das Readrelais vor dieser Weiche fährt, wird ein Impuls an den PC geschickt, der den kontinuierlich laufenden binären ZG stoppt. Je nach erhaltenem Wert (1) oder (0) wird die Weiche auf den oberen oder unteren Zweig der Ausweichstelle gesetzt. Falls der Zug den oberen Zweig wählt, so wird der Gleichstrommotor der Lokomotive etwa in der Mitte des Zweiges abrupt umgepolt und der Zug fährt über die inzwischen wieder rückgestellte Weiche zurück, um danach die Periode normal zu beenden. Die Frage ist, ob dieses System die Stressituation der Umpolung durch Beeinflussung des Auslösezeitpunktes des Pseudo-ZG verhindern kann.

Um den Beobachtereffekt (=Mensch-Maschine-Effekt) von der hypothetischen und erst zu entdeckenden Unbelebten-System-Interaktion zu unterscheiden, führten wir dieses Experiment in drei Stufen durch:

  1. Der beobachtete Lauf: Wir ließen die beschriebene Anordnung über insgesamt 100000 Perioden laufen, wobei wir in regelmäßigen Abständen (1000 Perioden) den aktuellen Stand (Verteilung der Passagen über beide Zweige) vom Bildschirm des PC ablasen. Dabei hielten wir uns im Durchschnitt etwa 5 Minuten im Experimentierraum auf. Wir informierten uns also während des Experimentes über dessen Fortgang und unterlagen auch allen subjektiv-psychischen Gefühlsempfindungen (Freude, Enttäuschung etc.) je nach Stand des Experimentes.
  2. Der halbblinde Lauf: Dieser verlief gleich, wie der beobachtete Durchgang, außer, das keine Anzeige auf dem Bildschirm mehr gegeben war. Wir beobachteten also das Experiment auf korrekte Funktionsweise, wußten aber nichts mehr von seinem aktuellen Stand.
  3. Der blinde Lauf: In diesem Fall wurde das Experiment dahingehend automatisiert, daß der Zufallsgenerator VOR dem Experiment bestimmte, auf welchem der beiden Zweige der "Unfall" geschehen sollte. Diese Information wurde auf der Festplatte abgespeichert, uns aber NICHT bekannt gegeben. Die gesamte Elektronik wurde dann automatisch auf die Situation eingestellt und das Experiment lief in Blöcken von 10 mal 10000 Perioden OHNE unsere Anwesenheit während der einzelnen Blöcke. Nach dem Experiment versuchten wir, aus der Ergebniskurve zu schliessen, auf welchem Zweig der Unfall geschah.
  4.  

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    1. Zur Frage des Beobachtereffektes

Wir vermuten, daß das ermittelte Verhalten der Modelleisenbahnanlage sich nicht mit dem Beobachtereffekt erklären lässt. Dies aus zwei Gründen:

  1. Die beobachtete Effektstärke von 3s / 100000 Perioden in Richtung Vermeidung der Umpolungssituation blieb erhalten, während wir vom voll beobachteten Experiment zum voll verblindeten Experiment schritten.
  2. Es traten zwei Effekte auf, für die wir zwar nachträglich eine passende Interpretation finden konnten, die aber vollkommen unerwartet (d.h. unabhängig von unserem Erwarten) eintrafen. Dies sind:
    1. Der Asymmetrieeffekt (Johannaeffekt, nach Johanna Marie Hagel, von der die Interpretation stammt): Es zeigte sich, dass in der Situation ohne Umpolung der Lokomotive eine schwache Bevorzugung (1.5 s ) des Zweiges geschah, auf dem später die Umpolung stattfinden sollte. Dies wiederholte sich auch in einem zweiten Durchgang über 100000 Perioden. Interpretation: Die Lokomotive bevorzugt an sich diesen Zweig, da er einen stetigeren Verlauf der wirkenden Zentrifugalkräfte aufweist, als der andere Zweig mit kleinerem Krümmungsradius. Erst im Umpolungsfall überwiegt der Vorteil, den die Lokomotive erfährt, wenn sie diesen Zweig vermeidet und somit die höhere Zentrifugalkraft "akzeptiert".
    2.  

       

       

    3. Im Halbblindversuch (ohne Anzeige der Zwischenergebnisse am PC) entdeckten wir nach 30000 Perioden des umpolungsfreien Laufes, dass sich eine bisher nicht beobachtete Vermeidung des oberen Zweiges (der spätere Unfallzweig) der Ausweichstelle zeigte. Eine durchgeführte Inspektion der Strecke ergab, dass sich eine Gleisverbindung geöffnet hatte und eine Öffnung von ½ cm aufwies. Die Lokomotive erfuhr an dieser Stelle einen starken Ruck, entgleiste jedoch nicht und setzte ihren Weg fort. Nach der Reparatur setzte sich das Vermeidungsverhalten noch über weitere 50000 Perioden fort und erreichte fast 3s Abweichung vom Erwartungswert. Danach erst pendelte sich die Situation auf den auch sonst im umpolungsfreien Fall beobachteten Johannaeffekt ein.

     

    Es ist uns klar, daß man eine vollständige Verblindung niemals durchführen kann, da diese auch die Vernichtung des Wissens um die Experimente in den Gehirnen der beteiligten Experimentatoren einschließen müßte.

    Wir glauben aber, daß es bei einer schrittweisen Entkoppleung der Beobachter vom Experiment auch zu einer schrittweisen (stetigen) Reduktion des Beobachtereffektes kommen sollte, soferne dieser existiert. Genau dies geschah bei der von uns angewandten schrittweisen Verblindung jedoch NICHT.

    Andererseits traten im Rahmen des Experimentes unerwartete Effekte auf, die sich interpretativ in das von uns auf Grund der aufgestellten Hypothese erwartete Systemverhalten fügen.

    Vergleich des gemittelten Verhaltens des RNG (pseudo) und des Experimentes ohne Umpolung über 10000 Perioden.

    Unerwarteter Vermeidungseffekt in Folge einer zufällig aufgetretenen Gleisöffnung.

  3. Das Zwei-Oszillator-Experiment (LILY)

Obwohl die Ergebnisse des Eisenbahnexperimentes deutliche Hinweise darauf enthalten, dass es Mikro-PK-artige Interaktionen in unbelebten Systemen geben kann, so suchten wir nach weiteren technischen Anordnungen zur Verdeutlichung des Effektes. Dies aus folgenden Gründen:

 

  1. Die Modelleisenbahnanlage mit ihrer Periode von 8 sec. benötigt für 100000 Umläufe etwa 10 Tage (allfällige Wartungsarbeiten nicht mit eingerechnet).
  2.  

  3. Auf Grund der Grösse des experimentellen Aufbaues und der "Zweckentfremdung" (eine Spielzeugeisenbahn ist nicht für Dauerbetrieb mit Umpolungen konstruiert) ergibt sich eine relativ grosse technische Anfälligkeit auf Störungen der normalen Funktionen.

 

 

Auf Grund dieser Erwägungen entschlossen wir uns, zu verschleissarmen elektrono-mechanischen Systemen von Oszillatoren überzugehen und es entstand ein rückgekoppeltes "motiviertes" System zweier Oszillatoren (LILY).

 

 

 

 

 

 

 

Blockschaltplan des LILY-Experimentes

(IPP , Genf – Köln)

 

Ein niederfrequenter Rechteckoszillator (1) mit regelbarer Frequenz (0.3Hz – 3 Hz) und ebenfalls einstellbarem Tastverhältnis unterbricht im Takte seiner eigenen Periode einen binären Hochfrequenzoszillator (2) (29-66 kHz) mit Tastverhältnis von exakt 1:1.

Wenn der zweite Oszillator im Zusatnd "0" gestoppt wird, geschieht nichts. Stoppt er hingegen im Zustand "1", so wird ein Relais geschaltet, welches für die Dauer des "1"-Zustandes des ersten Oszillators diesem einen Uberspannungsstoss versetzt und damit eine elektromagnetische Stressituation erzeugt.

 

 

Beide Oszillatoren beruhen auf einfachen RC-Schaltungen und Transistoren (bzw. TTL IC’s). Damit sind die erzielten Frequenzen nicht völlig konstant, sondern variieren mehr oder weniger zufällig um einen Mittelwert. Unsere Idee war, dass der "motivierte" niederfrequente Oszillator die destruktive Situation vermindern kann, indem er diese Frequenzvariationen im Sinne einer "sinnvollen Korrelation" benutzt, um den schnellen Oszillator bevorzugt im "0"-Zustand zu stoppen.

 

Nach der Realisation der Schaltung auf einer Standard Europaplatine und Anschliessen des fertigen Gerätes an die zwei Spannungsversorgungen (U = 5V) und (U1 ³ 5V) führten wir mehrere Läufe über einige 100000 Perioden durch. Hiebei wurde die niedrige Frequenz auf 2.8 Hz fixiert und die hohe Frequenz auf 35000 Hz. Die gemessenen Frequenzvariationen bewegten sich wie geplant im Prozentbereich. Als Eichlauf bezeichnen wir den Fall keiner Überspannung (U1=U=5V).

 

 

Wir zeigen zunächst einen solch typischen Eichlauf, der nach einer vorangegangenen "Einlaufphase" von 300000 Perioden erzielt wurde, sowie danach einen Lauf mit einer angelegten Überspannung von 1 Volt und einen mit einer Überspannung von 2 Volt.

 

 

 

 

Während im Falle keiner Uberspannung kein Effekt nachweisbar ist, so beobachten wir ein starkes Anwachsen der Effektstärke mit zunehmender Uberspannung.

S(U1 = 0V) = 0

S(U1 = 1V) = 3.16 * 10^(-5) s /N

S(U1 = 2V) = 12.65 * 10^(-5) s /N

S(U1 = 3V) = 13.59 * 10^(-5) s /N

Wir erkennen also zwei für diese Version von LILY zutreffende Tatsachen:

  1. Für Werte der Überspannung bis 2 Volt gilt ein annähernd quadratisches Gesetz, das die Überspannung mit der Effektstärke verbindet:
  2. S = a U1^2 ; a = 3.16 * 10^(-5) s /(V^2)

  3. Für Spannungen U1 > 2 V kommt es zu einem Sättigungseffekt, und S erhöht sich nur noch unwesentlich.

Ausserdem kann festgestellt werden, dass nach obigen Gesetz die Effektstärke S der LILY bereits bei 0.8 Volt Überspannung mit dem im Eisenbahnexperiment erzielten Wert von 3*10^(-5) s /N gleichzieht, bei 2 Volt jedoch mehr als viermal größer ist.

Um sicher zu gehen, dass es zu keinem elektrischen oder elektronischen "Ubersprecheffekt" zwischen den Teilsystemen von LILY kommt, führten wir eine zunehmende Trennung der beiden Komponenten durch. Zur Zeit betreiben wir LILY mit 2 Lichtstrecken von ½ m Länge, in welcher die Stromsignale in entsprechend lange Lichtimpulse umgesetzt werden, um eine galvanische Verbindung der Systeme zu vermeiden:

 

 

 

 

 

 

4.1 Verwendung eines Pseudozufallsgenerators anstelle des hochfrequenten Oszillators

 

Mit dieser Anordnung erhielten wir keinen signifikanten Effekt bis zu Uberspannungsstössen von 2 Volt und 500000 Perioden des Oszillator 1. Alle beobachteten Abweichungen lagen innerhalb der einfachen Standardabweichung (in beiden Richtungen) ,unabhängig von der den ersten Oszillator betreffenden Stressituation.

Dies änderte sich, nachdem wir (Ref. W.v. Lucadou) dazu übergingen, die aus dem ZG von Bierman gelieferten Zahlensequenzen einer arithmetischen Transformation zu unterziehen, die aus der normalen Zufallszahlensequenz eine Markoffolge erzeugte:

M(n) =[1+sgn(Z(n-1)-Z(n))] / 2 .......... Z(n-1) <> Z(n)

Wiederholung ............................................. Z(n-1) = Z(n)

 

In diesem Falle zeigte das Experiment eine signifikante Abweichung (3s ) in Richtung Vermeidung der Unfallsituation (2 Volt) im Gegensatz zu einem Nulleffekt im Falle keiner Überspannung:

Vergleich zwischen 0 Volt und 2 Volt Uberspannung am Oszillator 1 bei Verwendung von Markovfolgen an Stelle "normaler" Zufallszahlenfolgen

 

Diese Experimente zeigen also, dass aus Zufallsprozessen abgeleitete Markoffolgen eine wirksame Grundlage für akausale Synchronisationsprozesse sind. Dies scheint (aus Ergebnissen von v. Lucadou) in Mensch-Maschine sowie nach unseren Erkenntnissen auch in Maschine-Maschine Prozessen richtig zu sein.

 

  1. Zusammenfassung und Ausblicke

Aus den hier präsentierten experimentellen Ergebnissen ergeben sich für uns folgende Schlüsse:

  • Wenn wir eine Definition von y akzeptieren, die auf der akausalen Synchronisation zweier rückgekoppelter oszillatorischer Systeme beruht, so kann gesagt werden, dass y in nichtlebenden Systemen möglich ist.
  • Unsere Ergebnisse können dahingehend interpretiert werden, dass

ein System, dessen Umweltbedingungen von einem zweiten, zufälligen System, das auf dieses einwirkt bestimmt werden versucht, sich so mit dem zweiten System zu synchronisieren, dass destruktive Einflüsse verringert werden.

® Zur Stärke der Synchronisation kann gesagt werden, dass

 

Je regulärer die Schwingungen des zweiten Systems sind, desto effektiver ist die Synchronisation zum Zwecke der Vermeidung destruktiver Situationen. Während mit einem echten hochqualitativen Zufallsgenerator als zweitem System keinerlei Effekt beobachtet werden konnte, so lieferten daraus abgeleitete Markovfolgen bereits ein deutliches Ergebnis, ebenso wie mathematische (deterministische) Pseudozufallsgeneratoren (Eisenbahn). Der bisher stärkste Effekt konnte mit einer in der Frequenz leicht aber zufällig variierenden Rechteckschwingung erzielt werden.

Da solche Systeme, die besonders fähig sind, destruktive Situationen auf die beschriebene Weise zu vermeiden, auch besonders selbsterhaltend sind, sollten sie einen überproportionalen Anteil aller unbelebten Systeme darstellen.

 

 

Ausblicke

Nach unseren und den Ergebnissen von Odier (1997) bzw. Bertram Bauer (1985) gibt es mindestens drei Typen Y-artiger Interaktionen:

Interaktionen zwischen zwei belebten Systemen.

 

Interaktionen zwischen 1 belebten System und 1 unbelebten System (z.B. Mensch-Maschine).

 

Interaktionen zwischen 2 unbelebten gekoppelten Systemen zum "Zwecke" des Schutzes eines der Systeme.

Der letzte Punkt relativiert die Bedeutung lebender Systeme im Vergleich mit der unbelebten Natur insoferne, als Fähigkeiten, die im allgemeinen nur bewussten Systemen zugesprochen werden, sich als verbreitete Systemeigenschaft herauszustellen scheinen.

Gerade wegen der Schwere dieser Schlussfolgerung erachten wir weitere und vertiefende Forschungen zur Klärung dieser Frage als sehr wichtig.

 

Webmaster: Alexander Schestag