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DACHVERBAND
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Buchbare Stadtrundgänge vor Ort
Netzwerk zur Frauengeschichte vor Ort:
Erweiterung
Zu den Einzelpersonen und Gruppen ausWestdeutschland (Westberlin), Österreich und der Schweiz kamenbald nach der Wende Gruppen aus den "5 neuen Ländern";auch die Tschechien ist heute vertreten.
Name
Der Name soll auf den nötigen fastkriminalistischen Spürsinn der Geschichtsforscherin, die sichauf die Suche nach hinterlassenen Spuren von Frauen begibt,verweisen. Archive, Bibliotheken, anatomische Sammlungen, Depotsvon Kunstmuseen, historische Gärten, Denkmäler,Privatnachlässe, Interviews usw. - überall können Hinweise aufdas Wirken einer bisher unbekannten Frau/Frauengruppe zu findensein. Hartnäckigkeit und Neugier sind hilfreiche Eigenschaftenbei der Suche...
Miss Marples Schwestern hat viele Wurzeln
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Die Rundgänge konkret
Die Themenpalette | der Rundgänge reicht von Erwerbsarbeit über Bildungsmöglichkeiten, Familienverhältnisse, karitative Arbeit bis hin zu Verhalten und Handlungsspielräumen von Frauen zur Zeit des Nationalsozialismus, - sei es als Opfer oder Täterin. Nicht nur die wenigen berühmten Künstlerinnen, Politikerinnen, Frauenrechtlerinnen, Regentinnen oder Äbtissinnen werden behandelt, sondern potentiell Frauen aller Bevölkerungsschichten (Bäuerinnen, Dienstmädchen, Handwerksmeisterinnen, Hebammen, Prostituierte, Lehrerinnen, Zwangsarbeiterinnen Sportlerinnen, Nonnen, - Einzelfrauen wie Gruppen oder auch prototypische Lebensläufe). Neben der Identifikationsmöglichkeit mit einem Vorbild kann und soll auch die kritische Hinterfragung des Verhaltens von Frauen stehen. |
Die Vermittlungsformen | auf den Rundgängen sollen der Ergänzung des Geschichtsbildes um die Perspektive der Frau dienen der Aneignung einer bisher unbekannten Frauengeschichte. Die jeweilige Stadt kann neu erfahrbar gemacht werden, indem Plätze und Gebäude hinsichtlich ihrer Bewandtnis für Frauen neu bewertet werden: Das Rathaus, die Universität, die Festung als Orte der Abwesenheit von Frauen, Brunnen als "weibliche" Kommunikationsorte, die unterschiedliche Bedeutung der Straße für proletarische und großbürgerliche Frauen, Versammlungsorte von Frauen, Frauen auf Straszlig;ennamen, Skulpturen im öffentlichen Raum usf. - dies sind einige der behandelten Aspekte. Manche Frauenstadtführerin präsentiert Fotos, spielt Musikbeispiele ab, macht kleine Lesungen, bringt Schauspielerinnen mit o.ä.. |
Die Fortbewegung | erfolgt in den verschieden Städten ganz unterschiedlich - kreativ mit Bussen, Schwebebahnen, Schiffen, bei Bedarf im Rollstuhl, in Straßenbahnen, Fahrrädern, - und natärlich auch auf den eigenen Füßen... |
Die Kommunikation | basiert auf der Auffassung: Es gibt keine allwissende "Führerin", sondern Vermittlung im Gesprächsverlauf ist das Ziel. Die ZuhörerInnen sollen sich trauen, alles zu fragen. "Wie Sie alle wissen" - solche Wendungen verbieten sich dann von selbst. |
Aktualität | Frauen und ihre Geschichte existieren nicht im leeren gesellschaftlichen Raum. Rundgänge beinhalten Möglichkeiten der Debatte über aktuelle Diskriminierungen im Arbeitsleben oder über heutige Gewalt in der Familie, Vergleiche zum Kampf ums Frauenwahlrecht mit der Verzögerung des AusländerInnenwahlrechts, Einschränkung von MigrantInnen usw. - Gemeinsames Ziel ist die Bewußtmachung und Verminderung von Machtstrukturen in der Gegenwart. |
Networking | Neben dem Informationsaustausch und konkreter Zusammenarbeit steht die gemeinsame Interessenpolitik sowie die Initiierung und dann Unterstützung neuer Gruppen. Diese Arbeit wird vor allem auf den jährlichen Treffen realisiert (z.B. 1990 Berlin, 1991 Hamburg, 1992 in Schwerin, 1993 in Regensburg, 1994 Bad Zwischenahn, 1995 Leipzig, 1996 Schramberg, 1997 in Köln, 1998 in Halle, 1999 in Wiesbaden). Das Netzwerk der "Spuren-suchenden" Frauen betreibt die verbesserte Weitergabe von Informationen an Interessierte wie TouristInnen, Bildungsträger, Frauenbeauftragte, Verkehrsämter usf. - Seit 1994 erscheint die erste Auflage der Broschüre Miss Marples Schwestern mit einem Überblick über alle lokalhistorischen Angebote in den Städten und Regionen - es gibt 24 Orte, in denen Frauenstadtrundgänge angeboten werden. 1996 ist schon die zweite Auflage fällig - nun sind 47 Orte mit mobiler frauengeschichtlicher Vermittlung zu verzeichnen! |
Zeitreisen und HerStörchen - Deutschsprachige Rundgänge
Belgien Deutschland Österreich Schweiz Tschechien Flandern Aalen München Graz Aarau Prag Aschaffenburg Münster Salzburg Basel Berlin Nürnberg Wien Bern Bielefeld Oldenburg Fribourg Bonn Osnabrück Geneve Bremen Potsdam Luzern Darmstadt Ratingen Winterthur Dortmund Ravensburg Zürich Dresden Regensburg Zug Erfurt Reutlingen Erlangen Saarbrücken Freiburg i. Br. Schramberg Göttingen Schwäb. Hall Halle Stuttgart Hamburg Tübingen Hannover Wiesbaden Heidelberg Würzburg Karlsruhe Wuppertal Kassel Köln Leipzig Mannheim Marburg Kontaktpersonen
Norddeutschland
Elisabeth von Dücker und Kathrin Offen-Klöckner, Stadtteilarchiv Ottensen, Zeißstr. 28, 22765 Hamburg, Tel. 040/3903666Westdeutschland
Anna-Maria Reinhold, Frauen forschen und lernen gemeinsam e.V., Gathe 6, 42107 Wuppertal, Tel. 0202/446501Berlin und Ostdeutschland
Courage e.V., Elke Stolze und Claudia Jandt, Faladaweg 9, 06126 HalleSüdwestdeutschland
Politischer Stammtisch Schrammberg, c/o Museum Schiltach, Felicitas Fuchs, Postfach 1144, 77757 Schiltach, Tel. 07836/5875Östliches Süddeutschland
Annette Franz und Renate Geier, Postfach 210248, 90120 NürnbergSchweiz
FemmestourBelgien (Beginenhöfe)
Barbara Linnenbrügger, Bildung und Beratung, Am Flutgraben 15, 64401 Groß Bieberau, Tel. und Fax 06162/85119Tschechien
Marketa Adamova, Lange Str. 23, 34131 Kassel, tel. 0561/315875Österreich
Graz: Best for ladies bietet Pakete mit Rundgängen an - ebenso wie in in Wien und Salzburg
Wien: Ursula Szabo, Schopenhauerstr. 9, 66111 Saarbrücken
Renate Wonisch-Langenfelder, Salzburger Museum Carolino Augusteum, Museumsplatz 1, A-5020 Salzburg, Tel. 0043/662-841134PS: Dies ist keineautorisierte Darstellung des Verbandes, sondern eine aus der Feder des Kölner Frauengeschichtsvereins...
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